CHRONIK

1922 – So fing alles an

Der heutige Turn- und Sportverein Hachmühlen von 1922 geht auf zwei Vereine zurück, die beide zur Förderung von Gesundheit und Geselligkeit Sport betrieben.

Nach den Wirren des ersten Weltkriegs kam es am 1. Juli 1922 zur Gründung eines Arbeiterturn- und Sportvereins in Hachmühlen. Gründer dieses Vereins soll der damalige Bürgervorsteher und Gärtner Karl Schlüter gewesen sein, der in den ersten Jahren auch das Amt des 1. Vorsitzenden bekleidete. Zweiter Vorsitzender und erster Turnwart wurde später Karl Schaper. In diesem Verein wurde ausschließlich Geräteturnen ausgeübt.

Eine Sparte dieses Vereins war seit 1927 der Arbeiter-Radfahrverein „Stern“ Hachmühlen-Neustadt dessen Gründung etwa 1925 erfolgte. Das Vereinsbanner des Vereins hat Hermann Seeger (ehemaliger Bürgermeister) über die Wirrnisse der damaligen Zeit retten können. Es ist bis heute das Vereinsbanner des TSV Hachmühlen von 1922.

Neben dem Arbeiterturnverein gab es etwa seit 1924 auch einen „bürgerlichen“ Sportverein, in dem Fußball die Sportart Nummer eins war. Zunächst spielte man nach Absprache mit den jeweiligen Besitzern auf verschiedenen Wiesen in der Umgebung des Dorfes. Hier musste der Platz für jedes Spiel neu vermessen und abgestreut sowie mit Toren versehen werden. Den Fußballern wurde zur Auflage gemacht, die entstandenen Löcher nach Spielschluss wieder zuzustopfen, damit dem weidenden Vieh kein Schaden entstehen konnte. Schließlich überließ die Realgemeinde Hachmühlen den Sportlern eine Rodung im Bredenbeck, die diese in Eigenarbeit planierten und für den Spielbetrieb herrichteten.

Die politische Situation brachte es mit sich, dass der Arbeiterturn- und Sportverein 1933 verboten wurde. Die vorhandenen Sportgeräte wurden beschlagnahmt und teilweise in Springe behördlich versteigert.

Die Mitglieder des nunmehr verbotenen Vereins schlossen sich größtenteils dem in Hachmühen-Neustadt existierenden Sportverein an. Nach Schaffung eines neuen Sportplatzes hinter dem Vereinslokal Pape wurde 1934 der Punktspielbetrieb im Fußball aufgenommen.

In den Jahren 1938 bis 1945 kam der Sport im TSV Hachmühlen weitgehend zum Erliegen, da viele Spieler das Vereinstrikot mit dem Soldatenrock tauschen mussten.

1945 – Es geht endlich wieder los

Am 29. September 1945 kamen im Gasthaus Hugo Pape 16 Sportfreunde zusammen, um den TSV Hachmühlen als ersten Verein des Ortes nach dem Krieg wieder zu gründen. Zum 1. Vorsitzenden wurde Hermann Schröder, Fritz Pelzmeier zum 2. Vorsitzenden und Hans Bender zum Schriftführer gewählt.

Am selben Tag wurde auch die Aufstellung einer Fußballmannschaft beschlossen. Bereits am folgenden Sonntag, dem 30. September 1945, wurde das erste Fußballspiel der neuen Mannschaft gegen eine englische Soldatenauswahl ausgetragen. Wie das historische Spiel ausging, ist nicht überliefert worden.

Ein geregelter Spielbetrieb fand in  den folgenden Jahren jedoch nicht statt.

1946 ging das Amt des 1. Vorsitzenden auf Karl Schaper über.

Im März 1946 wurde die Turnsparte wieder neu ins Leben gerufen unter der Leitung von Günther Tschepe.

Am 15. September 1946 erfolgte die Gründung einer Tischtennissparte. Unter aus heutiger Sicht bescheidenen Bedingungen im Saal des Gasthauses Pape mit nicht maßgerechten „Bäckerplatten“ sowie einer Minimalausstattung an Netzen, Schlägern und Bällen entwickelte sich bald ein lebhafter Trainings- und Spielbetrieb. Bald stellten sich auch die ersten sportlichen Erfolge ein. Erster Spartenleiter war damals Werner Pawlowski, 1947 übernahm dieses Amt Klaus Oßwald und 1952 Lothar Schwerdtfeger.

Die Tischtennissparte besteht seit 1946 ohne Unterbrechung und hat sich zu einer tragenden Säule des TSV entwickelt.

Auf der Generalversammlung im Januar 1947 nahm der Verein mit einer neuen Satzung den Namen „Turn- und Sportverein Hachmühlen-Neustadt von 1922“ an.

Im Jahr 1958 war es dann endlich soweit: der TSV Hachmühlen stellte wieder eine Fußballmannschaft für Punktspiele. Mit einem erheblichen Aufwand an Kosten und Eigenleistung wurde der Sportplatz auf der Dorfwiese hinter dem Vereinslokal Pape drainiert und ausgebaut. Dieser Platz musste wegen Streitigkeiten mit dem Besitzer bald verlegt werden an seinen jetzigen Standort am südlichen Ausgang des Ortsteils Neustadt. Die feierliche Einweihung fand 1974 statt.

Gegen Ende der sechziger Jahre hatte der TSV Hachmühlen ca. 140 Mitglieder. Der Vorstand wurde damals gebildet von Willi Sabionski (1. Vorsitzender), Adolf Seißenschmidt (2. Vorsitzender), Lothar Mutz (Schriftführer) und Lothar Schwerdtfeger als Hauptkassierer.

Der monatliche Vereinsbeitrag betrug damals für erwachsene Mitglieder eine Mark, bevor er nach lebhafter und kontroverser Debatte auf der Jahreshauptversammlung 1968 auf 1,50 Mark erhöht wurde.

1970 – Aufbruch zu neuen Ufern

Auf Initiative von Else Zeuch wurde 1971 im TSV eine Damen-Gymnastikgruppe gegründet, die in der Pausenhalle der Hachmühler Grundschule ihre Übungsabende abhielt. Bereits 1972 zählte diese neue Sparte 51 Mitglieder.

Auf der Jahreshauptversammlung 1972 wurde der von einem Ausschuss erarbeitete Entwurf einer Vereinssatzung vorgestellt und genehmigt. Damit waren die Voraussetzungen geschaffen für eine Eintragung in das Vereinsregister. Seitdem führt der TSV Hachmühlen daher den Zusatz „e.V.“ im Vereinsnamen.

Das fünfzigste Vereinsjubiläum wurde vom 9. bis 11. Juni 1972 im Rahmen eines gelungenen und schönen Zeltfests gefeiert.

1974 trat Harald Schrader die Nachfolge von Lothar Schwerdtfeger als Spartenleiter Tischtennis an.

1975 übernahm Gisela Döring die Leitung der Damen-Gymnastikgruppe, die sie seitdem innehat.

Auf der Jahreshauptversammlung 1977 löste Gerd Panitz Lothar Schwerdtfeger als Hauptkassierer ab.

Der Mitgliederbestand war inzwischen auf 250 sportbegeisterte Mitbürger angewachsen.

Im Jahr 1978 ging für die Sportler des TSV ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung:

Am 24. Februar wurde die neue Turnhalle an der Grundschule feierlich eingeweiht und danach im Rahmen eines „Tags der offenen Tür“ mit einem attraktiven sportlichen Rahmenprogramm ihrer Bestimmung übergeben.

Neben der Damen-Gymnastik konnte nun auch Turnen für Kinder, Jugendliche und Männer ausgeübt werden.

Seit März 1979 wurde von der Gymnastiksparte Turnen für Mutter und Kind sowie für Vorschulkinder angeboten. Dies verhalf der Sparte zu 95 neuen Mitgliedern.

Auch eine Gruppe Männerturnen wurde unter Führung von Horst Markwirth ins Leben gerufen. Neben Gymnastik etablierte sich hier auch der Faustballsport, in dem 1981 mit der Teilnahme am Punktspielbetrieb begonnen wurde.

1980 – Personalwechsel

Auf der Jahreshauptversammlung 1980 trat Bernd Stadie die Nachfolge von Gerd Panitz als Kassenwart an.

Zum Jahresende war der Mitgliederbestand des TSV auf über 350 angestiegen.

Auf der Jahreshauptversammlung 1982 wurde aufgrund geänderter rechtlicher Rahmenbedingungen eine vom Vorstand ausgearbeitete neue Satzung verabschiedet. Dort konnte auch berichtet werden, dass der Verein sich mit seiner Mitgliederzahl der 400er-Marke näherte. Größte Abteilung waren inzwischen die Turner mit über 200 Sportlern.

Das für Juni 1982 anstehende sechzigjährige Vereinsjubiläum war für längere Zeit in Ermangelung eines geeigneten Festplatzes gefährdet. Erst in letzter Minute konnten sich Grundstückseigentümer und Stadt Bad Münder darauf verständigen, am Ende der Dorfstraße im Südfeld den noch heute dort befindlichen Platz entsprechend herzurichten.

Bei den Fußballern übernahm nach zahlreichen Wechseln an der Spitze der Sparte Anfang 1983 Hugo Schulz dieses Amt. Dies führte endlich zu der dringend benötigten Kontinuität in der Entwicklung des Fußballsports.

Bereits im Vorfeld der Jahreshauptversammlung 1984 hatte der 1. Vorsitzende Willi Sabionski aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt erklärt, nachdem er 22 Jahre an der Spitze des Vereins gestanden hatte. In Würdigung seiner außerordentlichen Verdienste um den TSV Hachmühlen wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.

Neuer 1. Vorsitzender wurde der langjährige 2. Vorsitzende Robert Knoesel. Auch Werner Alpers stand für eine Wiederwahl als Schriftführer nicht mehr zur Verfügung, die Versammlung wählte als Nachfolgerin Bärbel Sabionski.

1985 – Trauer und Neubeginn

Ende 1984 kündigte Robert Knoesel an, dass er aus persönlichen Gründen auf der nächsten Jahreshauptversammlung für das Amt des 1. Vorsitzenden nicht mehr kandidieren würde. Der Ehrenvorsitzende Willi Sabionski konnte für eine erneute Kandidatur gewonnen werden. Er wurde auf der Jahreshauptversammlung 1985 einstimmig in dieses Amt gewählt.

Im Januar 1985 wurde eine Tanzabteilung neu ins Leben gerufen, deren Leitung Brigitte Rohde bis zur Auflösung der Abteilung im Jahr 1993 innehatte. U.a. dadurch erhöhte sich der Mitgliederbestand auf 450 bis zum Jahresende.

Mit Beginn des Jahres 1986 entstand unter der Leitung von Gisela Döring eine Übungsgruppe Männerturnen.

Die Jahreshauptversammlung 1986 fasste den Beschluss, Planungen für einen Sanitär- und Umkleidetrakt am Sportplatz auf den Weg zu bringen.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung 1987 wurde dem Ehrenmitglied und 1. Vorsitzenden Willi Sabionski vom Kreissportbund für besondere Verdienste die silberne Ehrennadel des Landessportbundes verliehen.

1988 standen Hugo Schulz nach fünfjähriger Amtszeit als Abteilungsleiter Fußball und Harald Schrader nach 14 Jahren an der Spitze der Tischtennisabteilung für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung. Ihre Nachfolge traten Gerd Panitz (Fußball) und Karl Holweg (Tischtennis) an.

Der plötzliche Tod des 1. Vorsitzenden Willi Sabionski zum Jahresende 1988 war für den TSV ein schwerer Schlag, galt Willi doch in den Augen der Mitglieder nicht nur als umsichtiger Vereinsfunktionär, sondern auch als eine anerkannte und geachtete Integrationsfigur.

Peter Rohde wurde auf der Jahreshauptversammlung 1989 zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt.

Auf Initiative von Kerstin Sabionski wurde das Programm der Turnabteilung um die Gruppe Jazzdance ab April 1989 erweitert, die bei öffentlichen Auftritten in den nachfolgenden Jahren immer wieder das Publikum begeisterte. Die Gruppe besteht auch heute noch, jedoch haben sich die Schwerpunkte auf Aerobic und Fitgym verlegt.

1990 – Neues Vorstandsmodell

Im Jahr 1990 ging für den Verein, insbesondere für die Fußballer, ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung mit der Einweihung des Umkleide- und Sanitärtrakts am Sportplatz. Damit hatten die jahrzehntelangen Provisorien endlich ein Ende. Der Bau war mit großem Einsatz an Eigenleistung errichtet worden, wofür den Beteiligten ein herzlicher Dank ausgesprochen wurde.

Auf Initiative von Gisela Döring hin gehört seit 1991 Wirbelsäulengymnastik zum Angebot der Turnsparte.

1991 wurde nach dem Amtsverzicht von Bernd Stadie Stefan Markwirth einstimmig zum neuen Kassenwart gewählt.

Die neu gegründete Abteilung Tennis hatte ebenso wie die Sportart Volleyball nur kurzfristig Bestand.

Zum Jahresende 1991 erklärte Peter Rohde seinen Rücktritt vom Amt des 1. Vorsitzenden. Die Führung des Vereins übernahm der 2. Vorsitzende Arno Scholz.

Im Mittelpunkt des Vereinsgeschehens stand 1992 das vom TSV im Juni ausgerichtete Zeltfest zum siebzigjährigen Vereinsjubiläum.

1993 übernahm Achim Stadie die Leitung der Tischtennisabteilung von Karl Holweg.

Auf der Jahreshauptversammlung 1993 teilte Arno Scholz mit, dass er für die 1994 anstehenden Neuwahlen nicht mehr zur Verfügung stehen würde. Die daraufhin notwendige Suche nach einem Nachfolger führte zu der Lösung, dass Hugo Schulz, Bernd Stadie und Harald Schrader als gleichberechtigte Vorsitzende den Verein zukünftig führen sollten. Auf der Jahreshauptversammlung im Juni 1994 wurde diesem Vorschlag einhellig ebenso zugestimmt wie auch der hierfür erforderlichen Satzungsänderung.

1995 – Mehr als 500 Mitglieder

Bei den 1997 turnusgemäß fälligen Vorstandswahlen kandidierte Bernd Stadie nicht wieder, für ihn wurde Kerstin Schulz in den Vorstand gewählt.

Im Juni 1997 feierte man im TSV Hachmühlen das fünfundsiebzigjährige Vereinsjubiläum mit einem Zeltfest.

Erstmals wurde 1997 in der Mitgliederstatistik die 500er-Marke überschritten, davon waren 34% nicht älter als 18 Jahre. Die größte Abteilung stellten die Turner mit fast 300 Aktiven.

Für die Aktivitäten der Turnabteilung im Gesundheitssport erhielt der Verein 1999 den „Pluspunkt Gesundheit“ vom NTB und der AOK.

2000 – Jubiläum und neue Aktivitäten

Im Frühjahr 2000 waren die Bemühungen des Vorstands zur Gründung einer Wandergruppe endlich erfolgreich. Heide Kraus konnte für die Leitung und Organisation gewonnen werden.

Nach über 22 Jahren an der Spitze der Faustballgruppe gab Horst Markwirth dieses Amt zum Jahresende 2001 ab. Seine Nachfolge trat Reiner Nauer an.

Das achtzigjährige Vereinsjubiläum wurde im September 2002 mit einem Fest in der Turnhalle bei stimmungsvoller Livemusik gefeiert.

Im Jahr 2003 entstand in der Turnabteilung eine Gruppe Nordic Walking unter der Leitung von Elke Stuhr.

2005 – Zukunft mit neuen Gesichtern

Im Februar 2006 durften die Nachwuchsfußballer des TSV im Bundesligaspiel Hannover 96 gegen Nürnberg die Mannschaften im Stadion auf das Spielfeld begleiten.

Die Leitung der Tischtennisabteilung wechselte im Jahr 2006 von Achim Stadie auf das Duo Dominique Müller / Lars Busch.

Bei den in 2006 anstehenden Vorstandswahlen kandidierte Kerstin Schulz nicht wieder, weil sie sich verstärkt ihrer Übungsleitertätigkeit innerhalb der Turnabteilung widmen wollte. Für sie rückte Stefan Lampe in den Vorstand.

Am 24. Juni 2006 veranstaltete der TSV Hachmühlen bei strahlendem Sonnenschein ein Sommerfest auf dem Sportplatz. Neben der abwechslungsreichen Darstellung der einzelnen Abteilungen bzw. Gruppen wurde bei toller Stimmung lange ausgiebig gefeiert.

Nachdem Elke Stuhr Anfang 2007 leider viel zu früh verstorben war, übernahm Ruth Deutsch die Leitung der Gruppe Nordic Walking, bevor diese sich Ende 2009 auflöste.

Bereits im Vorfeld der Jahreshauptversammlung 2009 war bekannt, dass Hugo Schulz auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand ausscheiden würde. Sein Amt übernahm der langjährige Leiter der Fußballabteilung, Gerd Panitz. Nachfolger in dessen bisheriger Funktion wurde Peter Höxter.

Kassenwart Stefan Markwirth erklärte, dass er nicht mehr über die gesamte Wahlperiode diese Tätigkeit wahrnehmen könne. Zu seinem Stellvertreter wählte die Versammlung Daniel Goetz, auf den das Amt dann übergehen sollte.

Nach zweiundzwanzig Jahren übergab Gisela Döring die Leitung des Männerturnens an Hans Prasuhn.

2010 – Bestand der Sporthalle sichern – eine große Herausforderung

Die bereits 2009 in die Wege geleitete Übergabe der Geschäfte des Kassenwarts von Stefan Markwirth an Daniel Goetz wurde mit dessen Wahl auf der Jahreshauptversammlung 2010 endgültig vollzogen.

Aus Anlass ihres zehnjährigen Bestehens verbrachte die Wandergruppe ein gemeinsames Wochenende im Sauerland.

Im Januar 2011 hatte der TSV Hachmühlen 417 Mitglieder.

Im Jahr 2011 übernahm Kai-Werner Steffen die Leitung der Fußballabteilung, ihm folgten in den nächsten Jahren in diesem Amt Peter Hillebrand und Michael Rögner.

Nach langwierigen Verhandlungen mit der Stadt Bad Münder und dem Eigentümer konnte der Erwerb des Grundstücks zwischen dem Sportplatz und der B442 realisiert werden.

Mitglieder der Fußballabteilung begannen im Sommer unverzüglich mit der Säuberung des verwilderten Geländes.

Der seit langem geplante Internetauftritt des TSV wurde endlich umgesetzt.

Im Juli 2011 feierte die Turnabteilung ihr vierzigjähriges Bestehen mit einem Sommerfest auf dem Sportplatz in Verbindung mit dem fünfundzwanzigjährigen Bestehen der Männerturngruppe.

Am 23. Juni 2012 wurde nach Abschluss der Arbeiten am Beachvolleyballfeld auf dem in 2011 neu erworbenen Gelände hinter dem Sportplatz ein Turnier mit anschließender Beachparty veranstaltet. Die hieraus entstandene Volleyballabteilung mit Übungsbetrieb im Sommer auf Sand und im Winter in der Halle wurde von Jan Steinig und Jörg Wittemeier gemeinsam geleitet.

Am 14. Juli 2012 feierte der Verein sein neunzigjähriges Jubiläum in der Turnhalle. In Verbindung damit fand ein Treffen gegenwärtiger und ehemaliger Aktiver der TT-Abteilung statt im Rahmen eines Grillfestes auf dem Sportplatz. Die Wandergruppe richtete ein „Wandern mit Andern“ aus.

Aufgrund personeller Engpässe musste bei den Fußballern der Spielbetrieb der Herrenmannschaft eingestellt werden, die Spielgemeinschaften mit Altenhagen I bei den Alten Herren und im Nachwuchsbereich liefen aber weiter.

Im Laufe des Jahres 2012 zogen dunkle Wolken über der Zukunft der Grundschule und damit auch der Turnhalle auf. Erstmalig wurde dort ein Rockkonzert veranstaltet, dessen Erlös für den Erhalt der Schule / Turnhalle bestimmt war.

Zu Beginn des Jahres 2013 waren im TSV 379 Mitglieder registriert, 24 weniger als im Vorjahr.

Ab Februar 2013 wurde von der Stadt Bad Münder eine Hallennutzungsgebühr von 1,90 € pro Stunde erhoben.

Im Juni 2013 fiel im Rat der Stadt Bad Münder mit 17 zu 16 Stimmen die Entscheidung, die Grundschule in Hachmühlen im Sommer 2014 zu schließen und den Schulstandort nach Flegessen zu verlagern. Die große Herausforderung für den TSV bestand jetzt darin, die Sporthalle für den Verein und die Dorfgemeinschaft zu erhalten.

Im September 2013 richtete die TT-Abteilung die Landesrangliste der Schüler/-innen B und Jugend in Salzhemmendorf aus.

Zu Beginn der Spielsaison 2014/2015 kehrte der Fußball dank der Initiative von Björn Waldeck, Peter Hillebrand und Daniel Goetz wieder nach Hachmühlen zurück.

Im Mai 2014 fand ein zweites Rockkonzert in der Turnhalle statt, um deren Erhalt auch über die bevorstehende Schulschließung hinaus zu sichern.

Am 25. Juli waren die Mitglieder des TSV zu einer außerordentlichen Versammlung eingeladen, um über den mit der Stadt Bad Münder ausgehandelten Nutzungsvertrag und damit die Zukunft der Sporthalle abzustimmen. Mit nur einer Gegenstimme wurde der Vorstand ermächtigt, den Vertrag in der vorliegenden Form zu unterzeichnen. Wesentlicher Bestandteil des Vertrags ist, dass die Sporthalle weiterhin im Besitz der Stadt Bad Münder verbleibt, dem TSV aber ein Nutzungsrecht mit einer vorläufigen Laufzeit bis 2033 eingeräumt wird.

Im August 2014 übergab Reiner Nauer die Leitung der Faustballabteilung an Jürgen Weibler.

2015 – Turnhalle in neuem Glanz

Auf der Mitgliederversammlung am 17. April 2015 wurde wegen der zu erwartenden Betriebskostenbeteiligung an der Turnhalle eine Beitragserhöhung ab Januar 2016 ohne Gegenstimme beschlossen. Demnach waren für Erwachsene monatlich 10,- € zu entrichten.

Dominique Neumann und Felix Engelhardt waren nun für die Tischtennisabteilung zuständig.

Die durch einen Kabelschaden nicht mehr funktionsfähige Flutlichtanlage auf dem Sportplatz wurde von der Fußballabteilung in Eigenleistung erneuert.

Im Oktober 2015 bescherte das erste Oktoberfest in der Sporthalle den Veranstaltern ein volles Haus und gute Stimmung zur Musik der Nettelreder Feuerwehrkapelle.

Im Herbst 2015 konnte dann endlich mit der überfälligen Sanierung der Sporthalle begonnen werden, nachdem die Finanzierung durch Zuschüsse und Eigenkapital gesichert war. Vordringlich waren hierbei die Sanierung und Wärmedämmung des Dachs, der Einbau einer neuen Gasheizung und die Sanierung von Warmwasseraufbereitung und Sanitäranlagen.

Im nachfolgenden 2. Bauabschnitt im Jahr 2016 ging es um weitere Maßnahmen zur Wärmedämmung durch Ersetzen der großflächigen Glasbausteinfassade durch Fenster und die Umstellung auf LED-Beleuchtung. Hierdurch konnten die Betriebskosten für die Sporthalle von ursprünglich 18.000,- € pro Jahr auf ca. 6.000,- € reduziert werden. Insgesamt wurden in den Jahren 2015 und 2016 ca. 270.000,- € in die Halle investiert, ohne dass der Verein sich verschulden musste.

2017 übernahm Bärbel Sabionski von Heide Kraus die Leitung der Wandergruppe.

Ein außergewöhnliches und bisher nie erreichtes Jubiläum feierte Robert Borchers: 70 Jahre gehörte er dem TSV an.

Am 17. Juni 2017 fanden in der Sporthalle eine kleine Feierstunde und ein Tag der offenen Tür anlässlich des vorläufigen Abschlusses der Sanierungsarbeiten statt.

Das Jahr 2017 stand in Hachmühlen ganz im Zeichen der 800-Jahr-Feier des Dorfes. Höhepunkt war ein Zeltfest im August mit einem großen Festumzug. Hieran nahm eine große Abordnung des TSV in historischen Kostümen teil.

In der Saison 2017/2018 spielte die TT-Jugend erstmals in der Bezirksliga, der zweithöchsten Spielklasse für Nachwuchsmannschaften in Niedersachsen.

Auf der Jahreshauptversammlung 2018 stellte sich Stefan Lampe aus persönlichen Gründen nicht wieder zur Wahl. Sein Vorstandsamt übernahm Rebecca Wehrmann.

Die vorgeschriebene EU-Datenschutzgrundverordnung wurde vom Verein im Sommer umgesetzt.

Den Fußballern gelang der Aufstieg in die 1. Kreisklasse.

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DER TSV HACHMÜHLEN

Der heutige Turn- und Sportverein Hachmühlen von 1922 geht auf zwei Vereine zurück, die beide zur Förderung von Gesundheit und Geselligkeit Sport betrieben.

Nach den Wirren des ersten Weltkriegs kam es am 1. Juli 1922 zur Gründung eines Arbeiterturn- und Sportvereins in Hachmühlen.

Gründer dieses Vereins soll der damalige Bürgervorsteher und Gärtner Karl Schlüter gewesen sein, der in den ersten Jahren auch das Amt des 1. Vorsitzenden bekleidete.

Zweiter Vorsitzender und erster Turnwart wurde später Karl Schaper. In diesem Verein wurde ausschließlich Geräteturnen ausgeübt.

Eine Sparte dieses Vereins war seit 1927 der Arbeiter-Radfahrverein „Stern“ Hachmühlen-Neustadt dessen Gründung etwa 1925 erfolgte. Das Vereinsbanner des Vereins hat 
Hermann Seeger (ehemaliger Bürgermeister) über die Wirrnisse der damaligen Zeit retten können. Es ist bis heute das Vereinsbanner des TSV Hachmühlen von 1922.

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